Praxis für Logopädie
Hauptstraße 100
40668 Meerbusch

Telefon: (02150) 70 72 62
Fax: (02150) 70 72 63
E-Mail: info@logo-tronicke.de





Unsere Sprechzeiten

Montag
08:00 bis 18:00 Uhr

Dienstag
08:00 bis 18:00 Uhr

Mittwoch
08:00 bis 18:00 Uhr

Donnerstag
08:00 bis 18:00 Uhr

Freitag
08:00 bis 15:00 Uhr

Die logopädischen Behandlungsbereiche



Wenn man die einzelnen Bereiche anklickt, kann man die dazu gehörigen Texte der folgenden Seiten lesen.

In der Logopädie werden Menschen vom Babyalter bis ins hohe Erwachsenenalter mit Sprech-/Sprach-/Stimm-/Schluck- und Hörstörungen behandelt.

Im Einzelnen behandeln wir

Kinder und Jugendliche mit:

Sprachentwicklungsverzögerungen und Sprachentwicklungsstörungen
    Was versteht man darunter?

    Eine Sprachentwicklungsstörung liegt vor, wenn das Kind seine Sprache nur mit deutlich zeitlicher Verzögerung erwirbt oder die erworbene Sprache Defizite aufweist.

    Betroffene sprachliche Bereiche sind meistens:

  • Der Wortschatz
  • Die Grammatik ( Satzbau, die Stellung der Verben, Pluralbildung, Deklination, Konjugation)
  • Die Artikulation
    Behandlungsablauf

    In unserer Praxis wird nach einem Anamnesegespräch mit dem begleitenden Elternteil eine genaue logopädische Befunderhebung bei Ihrem Kind durchgeführt, durch die die behandelnde Logopädin sich einen Überblick über die sprachlichen Fähigkeiten und den sonstigen Entwicklungsstand Ihres Kindes verschafft. Dieser Befund wird den Eltern erläutert und mit ihnen der weitere Behandlungsablauf besprochen.

    Die Therapeutinnen verfügen über Erfahrungen in verschiedenen Therapiemethoden, die es ihnen ermöglichen, die geeignete Methode für Ihr Kind zu finden.

Artikulationsstörungen wie Dyslalie oder Sprechdyspraxie
    Was versteht man darunter?

    Die Kinder bilden die Laute falsch oder ersetzen sie durch andere Laute. In Verbindung mit einer Artikulationsstörung liegt auch häufig eine eingeschränkte Mundmotorik vor.

    Eine besondere Form der Artikulationsstörung ist die verbale Entwicklungsdyspraxie. Hierbei ist nicht die Funktion Sprechmotorik eingeschränkt, sondern es liegt eine Einschränkung in der Planung der Sprechbewegungen vor.
    Behandlungsablauf

    In einem Anamnesegespräch wird der bisherige Entwicklungsverlauf Ihres Kindes erfragt. Die logopädische Befunderhebung stellt dann fest, welche Laute betroffen sind und auf welche Art sie falsch gebildet werden. Notwendig sind in diesem Zusammenhang auch noch eine Überprüfung der Mundmotorik und eine Abklärung, ob das Kind die unterschiedlichen Laute auditiv unterscheiden kann.

    Ziel der Behandlung ist es, durch entsprechend geeignete Therapiemethoden die korrekte Lautbildung zu erreichen. Die Eltern werden durch Informationen nach jeder Therapiestunde und Anleitung geeigneter Übungen für zu Hause in die Behandlung mit einbezogen.
Orofazialen Dysfunktionen
    Was versteht man darunter?

    Bei einer orofazialen Dysfunktion oder myofunktionellen Störung handelt es sich um eine Fehlfunktion der Muskulatur im gesamten Mundbereich. Dazu gehören die Lippen-, die Wangen- und die Zungenmuskulatur.

    Im Alltag fällt eine myofunktionelle Störung durch:

  • Einen fehlenden Mundschluss und dadurch fehlende Nasenatmung
  • Zungenvorstoß beim Schlucken
  • Eine insgesamt vorverlagerte Zunge, das heißt, die Zunge stößt an die Zähne oder liegt zwischen den Zähnen
  • Eine Artikulationsstörung vorzugsweise der Laute S und SCH auf.
    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    In der Therapie wird die gesamte Muskulatur im Mund-, Zungen-, Gesichtsbereich durch entsprechende Übungen gestärkt und die korrekten Bewegungsabläufe beim Schlucken und Sprechen erarbeitet.

    Der korrekte Schluckablauf wird nach und nach auf unterschiedliche Nahrungskonsistenzen übertragen und geübt. Neben den rein funktionellen Übungsmöglichkeiten gibt es noch verschiedenen Trainingsgeräte, die – gegebenenfalls in Absprache mit den behandelnden Kieferorthopäden- eingesetzt werden können.

    Hierzu zählen der face-former nach Dr. Berendsen (www.akuphon.de) und die myofunktionellen Trainer Infant trainer, Position trainer und trainer for Alignment (www.dr-hinz-dental.de). Alle Therapeutinnen in dieser Praxi s verfügen über Erfahrung im Umgang mit diesen Geräten.
Dysphagien (Schluckstörungen)
    Was versteht man darunter?

    Eine Dysphagie ist eine Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme. Sie kann z.B. auftreten nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumen; Hirntumoren oder fortschreitenden Erkrankungen im Gehirn (z.B. Parkinson, Amyothrophe Lateralsklerose).

    Bei einer Dysphagie

  • verändert sich unter anderem die Sensibilität im Mundraum,
  • die Zunge ist nicht mehr in der Lage, die Nahrung zu transportieren,
  • der Abschluss zum Nasenraum fehlt
  • der Schluckreflex wird zu früh oder zu spät ausgelöst. Infolge davon verschluckt sich der Betroffene oder die Nahrung bleibt im Rachen hängen.
  • Es besteht die Gefahr einer so genannten stillen Aspiration, d.h., die Betroffenen bemerken das Verschlucken nicht, der Nahrungseintritt in die unteren Luftwege
  • macht sich aber durch einen gurgelnden Stimmklang bemerkbar. Folge einer nicht behandelten Aspiration kann eine Lungenentzündung sein.
    Behandlungsablauf

    Auf der Basis einer ausführlichen Anamnese und medizinischen/logopädischen Befunderhebung entscheidet die Therapeutin über den weiteren Therapieablauf. Oberstes Ziel ist eine selbständige orale Nahrungsaufnahme.

    In der Arbeit mit dem Patienten/der Patientin werden motorische Abläufe im Bereich des Schluckens wieder erarbeitet und trainiert. Soweit erforderlich wird die Nahrung in ihrer Konsistenz vorübergehend oder dauerhaft angepasst. Die Angehörigen oder Pflegepersonen werden entsprechend beraten und angeleitet.

    Im Einzelfall kann der Einsatz von Ess- und Trinkhilfen erforderlich sein bzw. muss in Absprache mit den behandelnden Ärzten zur ausreichenden Nahrungsversorgung über die Versorgung mit einer Magensonde gesprochen werden.
Kindlichen/Jugendlichen Dysphonien (Stimmstörungen)
    Was versteht man darunter?

    Eine Dysphonie ist eine Stimmstörung, die entweder organische oder funktionelle Ursachen hat. Bei einer organischen Dysphonie behindern Veränderungen im Bereich des Stimmapparates eine unauffällige Stimmgebung. Zu diesen organischen Veränderungen gehören z.B. Stimmlippenknötchen, entzündliche Erkrankungen, bösartige Veränderungen des Gewebes oder Lähmungen nach operativen Eingriffen. Bei einer funktionellen Dysphonie handelt es sich um einen auffälligen Stimmklang oder eine eingeschränkte Belastbarkeit der Stimme, die aufgrund einer Überbelastung, einer Fehlbelastung oder psychischen Gründen eintritt.

    In beiden Fällen ist der Stimmklang rau, heiser, gepresst oder aphon (tonlos). Zusätzlich findet man bei den Betroffenen häufig eine unphysiologische Atmung und sie klagen über Missempfindungen im Hals wie Trockenheit und vermehrte Schleimbildung.

    Besonders sind Menschen mit sprechintensiven Berufen wie Lehrer/Innen, Erzieher/Innen von stimmlicher Überanstrengung betroffen.

    Neben der Sprechstimme kann auch die Singstimme in Form von eingeschränkter Leistungsfähigkeit und schneller Ermüdung betroffen sein. Dies betrifft nicht nur Berufssänger sondern auch Freizeit (Chor)Sänger. Die Ursachen für die Probleme in der zuletzt genannten Gruppe findet man häufig in ungeeignetem Repertoire, falscher Einschätzung der Stimmlage und/oder fehlender bzw. nicht ausreichender Stimmbildung.
    Behandlungsablauf

    Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch, in dem die Entstehung und der Verlauf der Dysphonie erfragt werden, werden eine subjektive (Überprüfung der Sprech- und Singstimme am Keyboard) und eine objektive Stimmanalyse (computergestützte Auswertung der Stimmqualität) durchgeführt. Auf dieser Basis wird ein Behandlungsplan erstellt.

    Aufgrund der fachtherapeutischen Ausrichtung der Praxis im Bereich „Stimmtherapie“ können den Patienten neben den herkömmlichen Behandlungsmethoden, wie die Erarbeitung einzelner Bereiche (Atmung, Haltung, Stimmübungen) auch ganzkörperliche Methoden wie die Akzentmethode oder die Integral-funktionale Therapie nach Gross-Jansen angeboten werden. Hierbei werden Elemente aus der konduktiven Körperarbeit (SANJO) mit der funktionalen Stimmtherapie kombiniert.
Stottern und Poltern
    Was versteht man darunter?

    Stottern ist eine Redeflussstörung. Bei dieser Form der Redeflussstörung kommt es zu Wiederholungen von Teilwörtern, Silben oder Lauten bzw. Dehnungen von Lauten und/oder Blockierungen von Wörtern. Dies kann von den Betroffenen nicht beeinflusst werden.

    Die Stotter-Symptome unterliegen starken Schwankungen und können abhängig von Personen und Situationen sehr unterschiedlich sein. Die Betroffenen haben ein starkes Störungsbewusstsein und versuchen häufig, die Symptome zu überwinden. Dadurch kommt es zu Begleitsymptomen wie z. B. Sprechangst, Mitbewegungen im Gesicht und am Körper, Einschieben von Füllwörtern.

    Bei Kindern ist Stottern kein normales Phänomen, das zur normalen Sprachentwicklung gehört. Jedoch durchlaufen ca 5% der Kinder im Verlauf ihrer Sprachentwicklung eine Phase, in der es zu Stotter-Symptomen kommt. In den meisten Fällen verschwinden diese Symptome nach kurzer Zeit wieder.
    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    In der Therapie soll vor allem den Betroffenen und Eltern oder Angehörigen die Angst vor dem Sprechen genommen werden. Dadurch werden die meist auffälligeren Begleitsymptome abgebaut. Ist dies gelungen wird die Stotter-Symptomatik meist nicht mehr als belastend wahrgenommen. Auf Wunsch können Erwachsene auch Sprechtechniken zum flüssigen Sprechen erlernen.
Lese-Rechtschreib-Problemen
    Inhalt folgt
    in Kürze
Auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen
    Was versteht man darunter?

    Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen sind Störungen in der Verarbeitung der Höreindrücke in der zentralen Hörbahn. Das periphere Hören, d.h. die Aufnahme von auditiven Reizen, ist dagegen unauffällig.

    Die betroffenen Kinder zeigen in unterschiedlichen Teilfunktionen Auffälligkeiten:

  • auditive Aufmerksamkeitsstörung: die Betroffenen sind nicht in der Lage, ihre Aufmerksamkeit rechtzeitig auf einen auditiven Reiz zu lenken oder die Aufmerksamkeit lange genug aufrecht zu halten.
  • Speicherstörung: die auditive Merkspanne ist verkürzt, da auditive Reize nicht oder nur kurzfristig gespeichert werden können. Die angebotenen Stimuli gelangen damit gar nicht in den Langzeitspeicher und können daher auch nicht wieder abgerufen werden.
  • Sequenzstörung: die auditiven Reize können nicht in der vorgegebenen Reihenfolge wiedergegeben werden.
  • Lokalisationsstörung: die Richtung und Entfernung eines auditiven Reizes kann nicht erkannt werden.
  • Diskrimination: bei einer Diskriminationsstörung ist die Fähigkeit eingeschränkt, z.B. Sprachlaute nach ihrer Artikulationsart oder nach ihrem Artikulationsort zu differenzieren.
  • Selektionsstörung: betroffene Kinder können Hintergrundgeräusche nicht von den gerade relevanten akustischen Reizen trennen.
  • Analysestörung: das Heraushören einzelner akustischer Teile aus größeren Einheiten ist erschwert. Z. B. können einzelne Laute nicht aus Wörtern herausgehört werden oder die Position einzelner Laute in einem Wort nicht erkannt werden.
    Behandlungsablauf

    Bei bestehendem Verdacht auf eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung wird in einem Anamnesegespräch die bisherige Entwicklung des Kindes erfragt. Verhaltensbeobachtungen beim Spielen oder im Unterricht können Anzeichen einer auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung verstärken. Eine Untersuchung bei einem HNO-Arzt soll sicherstellen, dass das Kind ein unauffälliges peripheres Hörvermögen hat. Ist dies der Fall, erfolgt eine weitergehende Untersuchung bei einer/m Pädaudiologin/en.

    Im Fall der Überweisung zu einer/m Logopädin/Logopäden erfolgen in der Regel weitere kurze Tests zur Feststellung des aktuellen Sprachstands und der Hörverarbeitungsfähigkeiten. Die logopädische Behandlung orientiert sich an den festgestellten Schwierigkeiten des Kindes und erfolgt je nach Alter des Kindes in entsprechenden Spielsequenzen. Gerade in diesen Bereichen werden auch computerunterstützte Therapieansätze angewandt.
Erwachsene mit:

Aphasien
    Was versteht man darunter?

    Aphasien sind Sprachstörungen, die nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumor, entzündlichen Prozessen im Gehirn (z.B. Enzephalitis) oder degenerativen Erkrankungen (z.B. Alzheimer) auftreten können. Die Sprachstörungen erstrecken sich auf alle Bereiche der Sprache, das heißt, es kann das Sprechen, das Verstehen von Sprache, das Lesen und das Schreiben betroffen sein. Erscheinungsformen einer Aphasie sind Störungen in der Wortwahl und der Wortfindung, der Lautstruktur einzelner Wörter, des Satzbaus und der Grammatik, des Redeflusses und des Sprachverständnisses. Im Bereich der Schriftsprache fallen z. B. Störungen beim Lese-Sinn-Verständnis oder bei der Fähigkeit, Wörter in Schrift umzusetzen auf.

    Neben den sprachlichen Störungen leiden viele Betroffene auch noch unter neuropsychologischen Begleiterscheinungen wie Halbseitenlähmungen, Gesichtsfeldausfall, Konzentrations-, Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Antriebsstörungen.
    Behandlungsablauf

    Im Rahmen des Erstkontaktes wird in einem Anamnesegespräch mit dem Betroffenen und gegebenenfalls einem Angehörigen der bisherige Verlauf der Erkrankung und Reha-Maßnahmen erfragt. Mit Hilfe von Sprachtests werden die betroffenen sprachlichen Bereiche diagnostiziert und auf dieser Grundlage ein Therapieplan für den Betroffenen/die Betroffene aufgestellt.

    Bei der Planung spielen auch die Lebensumstände und Interessensschwerpunkte des Patienten/der Patientin eine Rolle. Ein wichtiger Bestandteil besonders bei schwer betroffenen Patienten ist die Beratung und Unterstützung der Angehörigen im Umgang mit dem Sprachverlust.
Dysarthrien
    Was versteht man darunter?

    Ähnlich wie die Aphasie hat die Dysarthrie ihre Ursachen in einer neurologischen Erkrankung, wie z.B. einem Schlaganfall aber auch bei Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose. Bei der Dysarthrie handelt es sich um eine motorische Störung der ausführenden Sprechorgane. Sie ist gekennzeichnet u. a. durch Ungenauigkeit der Artikulation und fehlende Kontrolle über die Artikulationsgeschwindigkeit und/oder die Lautstärke. Insbesondere bei längeren Gesprächsphasen werden die Sprechbewegungen immer ungenauer und die Aussprache immer verwaschener.

    Hiervon zu unterscheiden ist die Sprechapraxie, die ebenfalls im Zusammenhang mit einer Aphasie auftreten kann. Bei einer Sprechapraxie ist die Planung der Sprechmotorik gestört. Auffälligste Merkmale sind große Sprechanstrengungen und Suchbewegungen bei der Artikulation.
    Behandlungsablauf

    Auf der Grundlage einer ausführlichen logopädischen Diagnostik wird ein auf die Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmter Behandlungsplan erstellt. Mit Übungen zu den Bereichen Wahrnehmung, Atmung, Sprechmotorik, Artikulation, Phonation soll eine Verbesserung bzw. Wiederherstellung der Kommunikationsfähigkeit der Betroffenen erreicht werden. Speziell für die Sprechapraxie verfügen ein Teil der Therapeutinnen dieser Praxis über eine besondere und effektive Behandlungsmethode (TAKTKIN).
Dysphagien (Schluckstörungen)
    Was versteht man darunter?

    Eine Dysphagie ist eine Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme. Sie kann z.B. auftreten nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumen; Hirntumoren oder fortschreitenden Erkrankungen im Gehirn (z.B. Parkinson, Amyothrophe Lateralsklerose).

    Bei einer Dysphagie
  • verändert sich unter anderem die Sensibilität im Mundraum.
  • die Zunge ist nicht mehr in der Lage, die Nahrung zu transportieren.
  • der Abschluss zum Nasenraum fehlt.
  • der Schluckreflex wird zu früh oder zu spät ausgelöst. Infolge davon verschluckt sich der Betroffene oder die Nahrung bleibt im Rachen hängen.
  • Es besteht die Gefahr einer so genannten stillen Aspiration, d.h., die Betroffenen bemerken das Verschlucken nicht, der Nahrungseintritt in die unteren Luftwege.
  • macht sich aber durch einen gurgelnden Stimmklang bemerkbar. Folge einer nicht behandelten Aspiration kann eine Lungenentzündung sein.
    Behandlungsablauf

    Auf der Basis einer ausführlichen Anamnese und medizinischen/logopädischen Befunderhebung entscheidet die Therapeutin über den weiteren Therapieablauf. Oberstes Ziel ist eine selbständige orale Nahrungsaufnahme. In der Arbeit mit dem Patienten/der Patientin werden motorische Abläufe im Bereich des Schluckens wieder erarbeitet und trainiert. Soweit erforderlich wird die Nahrung in ihrer Konsistenz vorübergehend oder dauerhaft angepasst.

    Die Angehörigen oder Pflegepersonen werden entsprechend beraten und angeleitet. Im Einzelfall kann der Einsatz von Ess- und Trinkhilfen erforderlich sein bzw. muss in Absprache mit den behandelnden Ärzten zur ausreichenden Nahrungsversorgung über die Versorgung mit einer Magensonde gesprochen werden.
Stottern und Poltern
    Was versteht man darunter?

    Stottern ist eine Redeflussstörung. Bei dieser Form der Redeflussstörung kommt es zu Wiederholungen von Teilwörtern, Silben oder Lauten bzw. Dehnungen von Lauten und/oder Blockierungen von Wörtern. Dies kann von den Betroffenen nicht beeinflusst werden. Die Stotter-Symptome unterliegen starken Schwankungen und können abhängig von Personen und Situationen sehr unterschiedlich sein. Die Betroffenen haben ein starkes Störungsbewusstsein und versuchen häufig, die Symptome zu überwinden. Dadurch kommt es zu Begleitsymptomen wie z. B. Sprechangst, Mitbewegungen im Gesicht und am Körper, Einschieben von Füllwörtern.

    Bei Kindern ist Stottern kein normales Phänomen, das zur normalen Sprachentwicklung gehört. Jedoch durchlaufen ca 5% der Kinder im Verlauf ihrer Sprachentwicklung eine Phase, in der es zu Stotter-Symptomen kommt. In den meisten Fällen verschwinden diese Symptome nach kurzer Zeit wieder.
    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    In der Therapie soll vor allem den Betroffenen und Eltern oder Angehörigen die Angst vor dem Sprechen genommen werden. Dadurch werden die meist auffälligeren Begleitsymptome abgebaut. Ist dies gelungen wird die Stotter-Symptomatik meist nicht mehr als belastend wahrgenommen. Auf Wunsch können Erwachsene auch Sprechtechniken zum flüssigen Sprechen erlernen.
Stimmstörungen (organisch und funktionell)
    Was versteht man darunter?

    Eine Dysphonie ist eine Stimmstörung, die entweder organische oder funktionelle Ursachen hat. Bei einer organischen Dysphonie behindern Veränderungen im Bereich des Stimmapparates eine unauffällige Stimmgebung. Zu diesen organischen Veränderungen gehören z.B. Stimmlippenknötchen, entzündliche Erkrankungen, bösartige Veränderungen des Gewebes oder Lähmungen nach operativen Eingriffen. Bei einer funktionellen Dysphonie handelt es sich um einen auffälligen Stimmklang oder eine eingeschränkte Belastbarkeit der Stimme, die aufgrund einer Überbelastung, einer Fehlbelastung oder psychischen Gründen eintritt.

    In beiden Fällen ist der Stimmklang rau, heiser, gepresst oder aphon (tonlos). Zusätzlich findet man bei den Betroffenen häufig eine unphysiologische Atmung und sie klagen über Missempfindungen im Hals wie Trockenheit und vermehrte Schleimbildung.

    Besonders sind Menschen mit sprechintensiven Berufen wie Lehrer/Innen, Erzieher/Innen von stimmlicher Überanstrengung betroffen.

    Neben der Sprechstimme kann auch die Singstimme in Form von eingeschränkter Leistungsfähigkeit und schneller Ermüdung betroffen sein. Dies betrifft nicht nur Berufssänger sondern auch Freizeit (Chor)Sänger. Die Ursachen für die Probleme in der zuletzt genannten Gruppe findet man häufig in ungeeignetem Repertoire, falscher Einschätzung der Stimmlage und/oder fehlender bzw. nicht ausreichender Stimmbildung.
    Behandlungsablauf

    Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch, in dem die Entstehung und der Verlauf der Dysphonie erfragt werden, werden eine subjektive (Überprüfung der Sprech- und Singstimme am Keyboard) und eine objektive Stimmanalyse (computergestützte Auswertung der Stimmqualität) durchgeführt. Auf dieser Basis wird ein Behandlungsplan erstellt.

    Aufgrund der fachtherapeutischen Ausrichtung der Praxis im Bereich „Stimmtherapie“ können den Patienten neben den herkömmlichen Behandlungsmethoden, wie die Erarbeitung einzelner Bereiche (Atmung, Haltung, Stimmübungen) auch ganzkörperliche Methoden wie die Akzentmethode oder die Integral-funktionale Therapie nach Gross-Jansen angeboten werden. Hierbei werden Elemente aus der konduktiven Körperarbeit (SANJO) mit der funktionalen Stimmtherapie kombiniert.